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Wir bauen Brücken zwischen der Wissenschaft und der Praxis  

Die B’VM im Interview mit Philipp Erpf, Direktor und Verantwortlicher für die Weiterbildung beim VMI

B’VM: Das VMI hat die Weiterbildung neu strukturiert. Was war der Grund dafür und was dürfen die Teilnehmenden erwarten?

Philipp Erpf: Die Neustrukturierung haben eigentlich nicht wir gemacht, sondern die Teilnehmenden. Wir haben hingehört, was sie sich wünschen, wie die Weiterbildung noch mehr ihren Bedürfnissen entsprechen kann. Dann haben wir umgesetzt. Letztlich war dies gelebte Kund:innen-Zentrierung.

Erwarten dürfen sie Einfachheit im Programm, Fundiertheit im Inhalt und Vielfalt in den Methoden. Einfachheit, weil wir uns auf drei Ausbildungen fokussieren: DAS in NPO-Management, CAS Führung & Unternehmertum in NPO und CAS Digitalisierung & Agilität in NPO. Fundiertheit, weil wir als Uni-Institut den Fragen auf den Grund gehen. Methodenvielfalt, weil die Teilnehmenden so besser lernen und sie das Wissen direkt in der Praxis und in der eigenen Organisation umsetzen können.

B’VM: Zeigt diese Weiterentwicklung schon Früchte?

Philipp Erpf: Der Diplom-Lehrgang (DAS in NPO-Management) erlebt eine Wiedergeburt, die Umstellung stösst auf sehr grosses Interesse.

Der Führungs-CAS ist ebenfalls gefragt. Er ist mit dem Fokus «ich wirke» (Modul Mitarbeitendenführung), «ich steuere» (Modul Strategische Führung) und «ich gestalte» (Modul Unternehmerische Führung und Kultur) eine Ausbildung jenseits des übersättigten „Einheitsbreis“ an Leadership-Kursen.

Interessanterweise läuft der CAS in Digitalisierung & Agilität noch etwas träge.  

B’VM: Was sind die Gründe dafür?

Philipp Erpf: Die Themen werden zum Teil als Trend betrachtet, der wieder verschwindet. Und sie sind anstrengend, weil sie oft grössere Transformationsprozesse in den NPO anstossen.

Digitalisierung ist kein Trend, sie ist Teil einer neuen Realität – ob man das nun will oder nicht. Und die Agilität bietet eine Methode und Struktur, um sie erfolgsversprechend umzusetzen. Dass Veränderungen anstrengend sind, verstehe ich gut. Dennoch sind sie wichtig, denn im Zentrum steht die NPO und ihre Mission. Diese gilt es auch unter neuen Umweltfaktoren umzusetzen.

Meines Erachtens bietet dieser CAS die richtige Flughöhe: Er ist NPO-spezifisch, man muss bei der Anmeldung kein:e Expert:in in den Themen sein und wir «missionieren» nicht, sondern zeigen Optionen auf.

B’VM: Was wünscht du dir für die Zukunft des VMI?

Philipp Erpf: Wir werden in zwei Jahren 50-jährig und haben der Gründergeneration und den Menschen, die das VMI über die Jahre getragen und unterstützt haben, viel zu verdanken. Ich wünsche mir, dass die Geschichte des VMI so erfolgreich weitergeht und wir unsere Position halten und stärken können. Ich sage mit Stolz, dass wir das Institut sind, wenn es um NPO-Forschung und -Weiterbildung geht. In diesem Sinne wollen wir im Jahr 2026 eine grosse Party feiern unter dem Motto: «Wir bauen Brücken zwischen der Wissenschaft und der Praxis».

B’VM: Das klingt wunderbar – da freuen wir uns schon drauf!

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Erpf.


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