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    "date": "2024-09-17T09:49:05",
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        "rendered": "Wirkungsmessung \u2013 Herausforderungen in der Praxis\u00a0"
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        "rendered": "<p><em><strong>R\u00fcckblick auf einen Austausch anl\u00e4sslich einer Schulung von 35 Organisationen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen.\u00a0<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Es gibt seit Jahren verschiedene Wirkungsmodelle f\u00fcr NPO. Und die meisten unserer Kunden haben den Anspruch, dass sie ihre Wirkung nachweisen k\u00f6nnen. Nur ist das gar nicht so einfach\u2026\u00a0<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee der Wirkungsmessung ist nicht neu. Sie ist eine konsequente und logische Weiterentwicklung des operativen und strategischen Controllings in Nonprofit-Organisationen. Sie verfeinert die Methoden, und beantwortet im Kern die beiden folgenden Fragen:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Tun wir die Dinge richtig?\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Tun wir die richtigen Dinge?\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die erste Frage zeigen soll, ob wir effizient sind und sich meist mit quantitativen Zielen und Indikatoren befasst, soll die Zweite kl\u00e4ren, ob wir effektiv sind. Sie befasst sich mit Fragen der qualitativen Zielerreichung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der Wirkungsmessung verfeinern wir diese Fragen und nutzen die folgenden drei Stufen:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Output (Leistung\/Angebot): Was wir tun und anbieten.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Outcome (Auswirkung): Was wir bei der Zielgruppe erreichen wollen.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Impact (Wirkung): Wie sich die Situation der Zielgruppe schlussendlich ver\u00e4ndern soll.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wir begannen mit einer <strong>wirkungsorientierten Bedarfs- und Umfeldanalyse<\/strong>. Die Teilnehmenden mussten f\u00fcr eine spezifische Zielgruppe einen <strong>\u00abProblembaum\u00bb<\/strong> skizzieren. Dieser stellt dar, welche Ursachen zu welchen Problemen f\u00fchren. Beispielsweise k\u00f6nnen fehlende Angebote der Vernetzung bei Menschen mit seltenen Krankheiten zu Isolation f\u00fchren, was zur Beeintr\u00e4chtigung der psychischen Gesundheit f\u00fchren kann. In der Diskussion zeigte sich, dass die Definition der Hauptproblematik, die es anzugehen gilt und die dazu hinf\u00fchrende Ursache \u2013 Problemkette, sehr komplex sein kann. Hier kann es helfen, einen Problembaum f\u00fcr einzelne Zielgruppen zu definieren und nicht zu versuchen, das Gesamtsystem der eigenen Organisation abzubilden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der der Analyse werden die angestrebten <strong>Wirkungsziele<\/strong> in einen <strong>\u00abL\u00f6sungsbaum\u00bb<\/strong> formuliert. Dabei wird quasi der \u00abProblembaum\u00bb ins Positive gedreht. In unserem Beispiel streben wir an, dass die Betroffenen vernetzt sind und Gleichgesinnte kennenlernen \u2013 um sich auf dieser Basis sp\u00e4ter auch selbst\u00e4ndig zu treffen, um ihre Isolation zu durchbrechen und dadurch ihre psychische Gesundheit zu verbessern. Hierzu k\u00f6nnen wir als Organisation den Output\/die Leistung Vernetzungstreffen anbieten. In der Diskussion zeigte sich, dass es oft herausfordernd ist, sich bei den Wirkungszielen auf jene zu fokussieren, zu deren Erreichung man auch etwas beitragen kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Schliesslich gilt es aus dem L\u00f6sungsbaum das eigentliche <strong>Wirkungsmodell<\/strong> abzuleiten. In unserem vereinfachten Beispiel hiesse dies:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Output: Vernetzungstreffen f\u00fcr Menschen mit seltenen Krankheiten werden angeboten.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Outcome: Menschen mit seltenen Krankheiten lernen weitere Betroffene kennen und durchbrechen durch selbst\u00e4ndige Treffen ihre Isolation\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Impact: Die psychische Gesundheit von Menschen mit seltenen Krankheiten ist verbessert.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Hier zeigte sich, dass es meist einfacher f\u00e4llt, das Wirkungsmodell von den Leistungen her aufzubauen (Output), die wir gem\u00e4ss L\u00f6sungsbaum anbieten wollen, um danach die eigentlichen Wirkungen auf Ebene Outcome und Impact zu beschreiben. Dabei wird auch deutlich, dass der eigene Einfluss auf die Erreichung der Wirkungsziele laufend abnimmt, je st\u00e4rker man sich der Formulierung des Impacts n\u00e4hert. Dies gilt es zu akzeptieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Schliesslich sind <strong>Indikatoren<\/strong> der Zielerreichung und <strong>Datenerhebungspl\u00e4ne<\/strong> aus dem Wirkungsmodell abzuleiten. Die Ermittlung von Indikatoren auf der Stufe Output f\u00e4llt mit der Erhebung von z.B. Teilnehmerzahlen oder Zufriedenheitsumfragen noch relativ leicht (und diese sind auch vergleichsweise einfach zu erheben). Sp\u00e4testens auf der Stufe Impact wird die Ermittlung von Indikatoren komplexer. Oft ist es so, dass man die Zielgruppe konkret befragen muss. Im aktuellen Beispiel k\u00f6nnte daher der Indikator der Anteil jener Menschen mit einer seltenen Krankheit sein, die angeben, dass es Ihnen psychisch besser geht, als bevor sie das Angebot der Organisation in Anspruch nahmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten einen tollen voll befrachteten Schulungstag und zufriedene Teilnehmende. Die Arbeit an einer durchgehenden Fallstudie war intensiv und befruchtend. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es trotz aller methodischen Herausforderungen, sehr hilfreich ist, der eigenen Organisation&nbsp;&nbsp;<\/p>",
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